HG MERZ ARCHITEKTEN - Lutz Schütter

HG MERZ ARCHITEKTEN - Lutz Schütter

Staatsoper Unter den Linden, Berlin

Seit ihrer Einweihung 1742 hatte die Berliner Staatsoper unter den Linden eine ereignisreiche und oftmals tragische Geschichte. Sie wurde mehrmals völlig zerstört und wieder aufgebaut. Die jetzige Generalinstandsetzung hat einen höheren Komfort für die Besucher, optimierte Abläufe der Besucherströme und Bühnenabläufe sowie eine Verbesserung der Akustik im Zuschauersaal als Ziel. Die Akustik im Zuschauersaal hängt maßgeblich von dessen Raumvolumen ab, da dieses einen direkten Einfluss auf die Nachhallzeit hat. Durch die Anhebung der Saaldecke, die in ihrer derzeitigen Gestalt erhalten bleibt, und die Verlängerung des Proszeniums wird die erforderliche Vergrößerung des Saals erzielt. Auf diese Weise entsteht die Nachhallgalerie, die unter Ausnutzung der
historischen Dachgeometrie den Raum erweitert. Das schalldurchlässige Rautenmuster ihrer Verkleidung setzt sich deutlich von den historischen Schmuckelementen ab, ohne den stilistischen Rahmen des Saals zu verlassen.
Das Material CBPC (Chemically Bonded Phosphate Ceramics) wurde für die Nachhallgalerie der Staatsoper eingesetzt, da eine harte, glatte Oberfläche angestrebt wurde, die statisch hochwirksam ist, und eine rechenbasierte Formherstellung ermöglicht. All dies führt zu einem organischen Einfügen der
Nachhallgalerie in den Bestand. Die Staatsoper ist das erste Projekt weltweit, in dem CBPC sichtbar architektonisch eingesetzt wurde (Zulassung im Einzelfall).

Besondere Qualität des Materials
Akustische Transparenz, Formgebung in Anlehnung an den Stuck des denkmalgeschützten Bestands, dabei exponentiell höhere Eigenschaften hinsichtlich Brandschutz, Statik, Festigkeit etc.

Kontakt:
Lutz Schütter, Projektleiter
hg merz architekten museumsgestalter
hauptstraße 8
meisenbach höfe | hof 3 | aufgang 3a
10827 berlin
fon +49 (0)30/278777-69
e-mail l.schuetter@hgmerz.com
www.hgmerz.com

Zurück zur Übersicht